14. Januar 2026

Wie Städte unser Grundwasser beeinflussen

Copyright Bild: Hannover Marketing und Tourismus GmbH, Christian Wyrwa.

Grundwasser ist die wichtigste Quelle für unser Trinkwasser. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass städtische Räume die Qualität dieser Ressource erheblich beeinflussen. Über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren wurde das Grundwasser im Rahmen einer Studie an 73 Messstellen im Stadtgebiet von Hannover untersucht.

Keine einzige der analysierten Proben war frei von Schadstoffen. Besonders häufig fanden sich per- und polyfluorierte Substanzen (sogenannte „Ewigkeitschemikalien“), Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände sowie Pestizide. Alarmierend ist dabei, dass selbst Pestizide nachgewiesen wurden, deren Zulassung bereits vor Jahrzehnten ausgelaufen ist.

Welche Auswirkungen diese Stoffe haben, ist bislang weitgehend unklar. Eine verlässliche Bewertung ist kaum möglich, da für viele der nachgewiesenen Substanzen keine gesetzlich vorgegebenen Regelungswerte existieren. Angesichts der Vielzahl umweltrelevanter Chemikalien ist es für Behörden und Gesetzgeber nahezu unmöglich, jeden einzelnen Stoff aktuell zu bewerten. Entsprechend lassen sich die Folgen für Mensch und Ökosystem bislang nur abschätzen. Weitere Untersuchungen sollen nun klären, wie sich die gefundenen Stoffe auf die Grundwasserökosysteme auswirken.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass das Grundwasser unter Städten stärker geschützt werden muss. Bestehende Regelwerke, etwa die europäische Wasserrahmenrichtlinie, sollten den Einfluss von Siedlungsräumen auf unsere Wasserressourcen ausdrücklich und konsequenter berücksichtigen.

Zur vollständige Studie in der Zeitschrift Grundwasser geht es hier.

 

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