Bei der Trinkwasseraufbereitung mittels Membranverfahren wird die Einleitung von PFAS-haltigen Konzentraten in Fließgewässer ohne vorherige Behandlung zunehmend kritisch gesehen und gewinnt an politischer Relevanz.
Im DVGW-Projekt PFAS-Konz C/DAF untersuchte das IWW Institut für Wasserforschung gGmbH gemeinsam mit der Cornelsen Umwelttechnik GmbH am Standort Baden-Baden, inwieweit sich die Aufbereitungsmethoden kationische Koagulation mit PerfluorAd®/(Plus) und nachfolgende Dissolved Air Flotation (DAF) zur Entfernung von PFAS aus Konzentraten eignen. Das Projekt ergänzte das laufende DVGW-Vorhaben PFAS-Konz, in dem die Abscheideleistung einer Schaumfraktionierung betrachtet wird.
Die spezifischen Fragestellungen des Projekts umfassten die Effektivität der PerfluorAd®/(Plus)-DAF-Kombination bei der Entfernung von PFAS aus UO-Konzentraten, insbesondere im Vergleich zum bisherigen Stand der Technik (Filtration/Sedimentation), die potenzielle Reduzierung der Gesamtbelastung mit PFAS im Wasserwerk sowie die Untersuchung betrieblicher Parameter, die im Hinblick auf die Abscheidung von kurzkettigen PFAS-Verbindungen besonders relevant sind.
Durch die neuen Erkenntnisse dient das Projekt als Fundament für die Entwicklung effizienter und praxisgerechter Verfahren zur Entfernung von PFAS aus Trinkwasser und verbessert somit die Sicherheit der Wasserversorgung.
Gemeinsam mit Marcel Riegel vom TZW stellt Dominic Röher vom IWW am 21.10.2026 um 10 Uhr die Projektergebnisse in einem kostenlosen DVGW-Forschungsseminar online vor. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.
