Mit den Projekten InfraRisk, SOLVE-Trink und BioAktiv starten in diesem Jahr gleich drei neue, vom DVGW geförderte Forschungsvorhaben mit Beteiligung des IWW.
BioAktiv untersucht praxisorientierte mikrobiologische Aspekte der Aktivkohlefiltration in der Trinkwasseraufbereitung. Im Fokus steht die Dynamik der Entfernung bzw. Bildung biologisch verwertbarer Nährstoffe über die Laufzeit von Aktivkohlefiltern, die eng mit deren mikrobiologischer Besiedlung verknüpft ist. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Veränderung der mikrobiellen Gemeinschaft im Filtrat in Abhängigkeit von Filtermaterial, Alter und Betriebsparametern zu gewinnen. Das Projekt ergänzt das bestehende Regelwerk um Empfehlungen zur mikrobiologisch sicheren Inbetriebnahme von Aktivkohlefiltern. Im Idealfall tragen diese zur biologischen Stabilisierung des Trinkwassers bei. Laufzeit ist vom 01.01.2026 bis zum 31.12.2027. Praxispartner sind die Stadtwerke Düsseldorf, Stadtwerke Solingen und die Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen GmbH aus Duisburg.
InfraRisk widmet sich den Auswirkungen von Großbaumaßnahmen in Trinkwasserschutzgebieten. Untersucht wird unter anderem, welche Folgen die Verlegung von Kabeln für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung auf Boden und Grundwasser hat. Zwei Großprojekte werden dazu mit gezieltem Monitoring begleitet. Projektpartner sind die Stadtwerke Geldern und der Wasserverband Garbsen-Neustadt. Die Laufzeit des Projektes geht bis zum Sommer 2029.
SOLVE-Trink erforscht Potenziale für Wasserrückhalt in Wassergewinnungsgebieten im Einzugsgebiet der Elbe. Mithilfe von Bodenwasserhaushaltsmodellen sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserverfügbarkeit an zwei Standorten getestet werden. Das Projekt ist Teil eines übergeordneten Forschungsvorhabens der Helmholtz-Institute für Umweltforschung, das den gesamten Wasserkreislauf im Elbegebiet betrachtet. Praxispartner sind die Berliner Wasserbetriebe und die Stadtwerke Leipzig. Die Laufzeit des Projekts beträgt 2,5 Jahre.

Gefördert vom DVGW
