9. Januar 2025

CIRSEAU-Projekt trägt zu kreislauforientiertem europäischen Wasserökosystem bei

Das im September 2024 gestartete CIRSEAU Projekt hat zum Hauptziel, ein kollaboratives Wasserökosystem aufzubauen, das starke Synergien zwischen verschiedenen Akteuren der Kreislaufwasserwirtschaft erzeugt. Die Initiative zur Steigerung der Wassernutzungseffizienz und -wiederverwendung basiert auf dem CIRSEAU-Cluster – bestehend aus den Projekten B-WaterSmart, REWAISE, ULTIMATE, WIDER UPTAKE and WATER-MINING – das sich bereits im Jahr 2020 etablierte.

Die Arbeitsgruppen des CIRSEAU-Clusters bereiteten die Ergebnisse von 35 Demonstrationsstandorten auf, um Synergien in den verschiedenen Untersuchungsgebieten zu fördern. Das Cluster trug so zur Kreislauffähigkeit des europäischen Wasserökosystems bei, indem es alternative Wasserquellen identifizierte, den Wasserverbrauch reduzierte, die Nutzungseffizienz erhöhte, wertvolle Materialien aus dem Wasser zurückgewann, treibhausgasarme Wasserkreisläufe erzeugte und deren Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel stärkte. Außerdem wurden gemeinsame Kurzdossiers veröffentlicht und Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

CIRSEAU wird nun von der European Research Executive Agency als 36-monatige Coordination and Support Action (CSA) finanziert, um die Marktakzeptanz, die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch weiter zu verbessern. Mit gezielter beruflicher Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung soll CIRSEAU die Wahrnehmung und das Verhalten der Wassernutzer verändern und zirkuläre Lösungen fördern. Durch proaktive Stakeholder-Konsultation und gemeinschaftliche Zusammenarbeit adressiert das Projekt relevante soziale Barrieren und entwickelt eine Roadmap für ein effizientes Management von Ressourcen und Energien in einem nachhaltigen Wasserkreislauf. Durch die Integration relevanter Gremien in die Entwicklung von Kriterien zur Festlegung des Endes der Abfalleigenschaft (EoW) und zur Weiterentwicklung von Standards für innovative Lösungen wird CIRSEAU den Übergang zu einer zirkulären Wasserwirtschaft im Einklang mit der EU-Politik der Null-Schadstoff-Politik beschleunigen, um bis 2050 klimaneutral zu werden.

Das CIRSEAU-Projekt plant außerdem die Zusammenarbeit mit seinem Schwesterprojekt BOOST-IN, das sich mit Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasserressourcen befasst, sowie anderen EU-Projekten und -Initiativen, um zu einem wasserbewussten und kreislauforientierten Europa beizutragen.

Das von Aqualia koordinierte CIRSEAU Projektkonsortium vereint zehn Partner aus sechs Ländern (Belgien: Water Europe & EurEau; Deutschland: IWW Wasserforschung; Griechenland: NTUA Ethnicon Metsovion Polytechnion; Niederlande: TU Delft & KWR; Norwegen: SINTEF; und Spanien: Aqualia, Eurecat & PKF Attest innCome), die ein breites multidisziplinäres Fachwissen und die notwendige Transnationalität vorweisen können, die erforderlich sind, um die ambitionierten Projektziele zu erreichen. Das Projekt, das im Rahmen der Ausschreibung HORIZON-CL6-2023-CircBio-01-3 – Harnessing the innovation potential and market uptake of successful circular economy water related projects finanziert wird, läuft bis August 2027 und hat ein Budget von 2 Mio. €, um seine Zielsetzungen zu verwirklichen.

Kontakt
Koordination: Frank Rogalla, FRogalla@fcc.es
Öffentlichkeitsarbeit: Iciar Serrano, iciar.serrano@inncome.es

Weitere Meldungen

Erfahrungsaustausch und Netzwerkprojekte starten mit neuen Themen

Unsere beliebten Netzwerkprojekte starten im Herbst erneut durch. Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen – definieren Sie selbst die Themen, bei denen sie gerade Hilfe benötigen und profitieren Sie vom IWW-Netzwerk! Im Angebot haben wir aktuell wieder das...

BMFTR fördert neues IWW-Forschungsprojekt BioStabil

Durch den Klimawandel bedingte wärmere Sommer führen sowohl zu einem Anstieg der Kaltwassertemperatur als auch zum Teil zu Veränderungen der Rohwasserqualität. Dies kann mikrobiologische Veränderungen des Trinkwassers zur Folge haben. Der Zusatz chemischer...

Aquamasters 2025 in Berlin

Am Samstag fanden bei bestem Wetter auf der Sportanlage am Südkreuz des FC Internationale in Berlin die diesjährigen Aquamasters statt. In einem spannenden Auslosungsverfahren blieb uns leider die mit viel Spannung erwarteten Duelle mit dem TZW und dem „Jungen DVGW“...

IWW überzeugt im JRF-Evaluationsverfahren

Die Mitgliederversammlung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) hat das unabhängige Evaluierungsverfahren des IWW Zentrum Wasser abgeschlossen. Das Institut hat gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt - ein großartiger Erfolg. Ein Evaluierungsverfahren ist ein...

WRAP GH2 Projekt gestartet

WRAP GH2 beschäftigt sich mit der Identifizierung von Wasserressourcen in Kombination mit Agrivoltaik für dezentrale Anwendungen von grünem Wasserstoff in Jordanien. Jordanien und andere Länder der MENA-Region zeigen aufgrund der Klimaschutzziele zunehmend Interesse...

Integrales Wassermanagement für die Wasserstoffproduktion

Die IWW Institut für Wasserforschung gGmbH arbeitet in Kooperation mit dem Wasserversorger OOWV an einem zukunftsweisenden, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojekt zur nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen für die Produktion von...